Einige mögen Hunde (essen), andere nicht
65
ähnlich sind. Als Nahrung gelten in diesem System Tiere, die wie die Kalapalo
selbst friedfertig sind, wogegen andere, aggressivere Tiere gemieden werden (vgl.
Eder 1988: 123 u. 143ff.). Hier ist der Parameter „Nähe zum oder Ähnlichkeit mit
dem Menschen“ also unter umgekehrten Vorzeichen zu sehen.
Eventuell aufgrund des in unserer eigenen Kultur inzwischen tradierten Tabus
hinsichtlich des Verzehrs von Hundefleisch und der Tatsache, dass nicht einmal
die Möglichkeit der Schlachtung von Hunden von weiten Teilen der Bevölkerung
erwogen wird (vgl. Geppert 1990: 1), scheinen einige Autoren, die sich mit der
Bedeutung des Hundes in der Vor- und Frühgeschichte beschäftigten, die Möglichkeit, dass Hunde (auch) gegessen wurden, offenbar auch für die Vergangenheit
völlig zu ignorieren. H. Sprankel stellte hierzu fest, dass „über den Verzehr des
Hundes in unserem Kulturkreis grundsätzlich der Deckmantel des Schweigens“
(Sprankel 1987: 163) gebreitet werde. Auch P. Danner (2003) weist darauf hin, dass
die Tabuisierung der Kynophagie in der westlichen Welt sich lange Zeit auf die
Erforschung dieses Ernährungsverhaltens ausgewirkt habe, weshalb wohl auch im
umfangreichen Beitrag zum Thema „Hund“ in Paulys Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft aus dem Jahr 1913 kein Hinweis zu diesem Aspekt zu
finden ist. Im 1998 erschienenen „Neuen Pauly“ heißt es dazu kurz und knapp: „In
historischer Zeit wurde er (im Gegensatz zu Ostasien) nirgendwo mehr gegessen“
(Hünemörder 1998: 157). Hiergegen sprechen verschiedene Quellen, die belegen,
dass auch in Europa Hundefleisch verzehrt wurde und dass es in einigen Kulturen
bis heute als Delikatesse gilt. Im Folgenden sollen einige Erklärungsansätze von
Nahrungstabus im Zusammenhang mit Hundefleisch Umständen bzw. Motiven
von Kynophagie gegenübergestellt und ein Blick auf die Bedeutung des Hundes
als Nahrungslieferanten in vor- und frühgeschichtlicher Zeit geworfen werden.
2
Erklärungsansätze für Nahrungstabus
In nahezu keiner Kultur zählen sämtliche prinzipiell verfüg- und genießbaren Tiere
und Pflanzen zur regulären Nahrung, sodass entsprechende Nahrungsregeln ein
weites Feld für Kultur- und Sozialwissenschaftler sind. Die Erklärungen für Nahrungstabus divergieren entsprechend von kulturübergreifenden, rationalistischen
bis zu relativen, auf kulturimmanenten Ordnungssystemen basierenden Ansätzen,
die hier am Beispiel des Verzehrs von Hunden skizziert werden sollen.
Are you a Black Cat or a Golden Retriever? Everyone has unique personality traits that define who they are. Some people are quiet and reserved, while others are outgoing and energetic. Some people prefer to spend time alone, while others love to be surrounded by friends and family. Understanding your personality type can help you identify your strengths, weaknesses, and preferences, and can also be a fun and entertaining exercise. One way to determine your personality type is to consider your animal preferences. Do you feel more like a black cat, with a independent spirit and a touch of mystery, or are you more like a golden retriever, with a happy-go-lucky demeanor and a love of socializing? To help you figure out which one you are, we've created a quiz that will ask you a series of questions about your personality, interests, and behavior. The quiz is designed to be quick and easy to complete, and will provide you with instant results. So, what are you waiting for? A...
Comments
Post a Comment