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Einen Hund sozial und wirtschaftlich züchten

Eine soziologische Perspektive auf Hunde 13 Phänomen zu, nämlich dem Dackelblick. Auch sie beabsichtigen allerdings zu zeigen, anhand welcher Indikatoren Menschen Hunden spezifische Motive zuschreiben (und sich ggf. zu entsprechenden Reaktionen „genötigt“ fühlen), und zwar in drei Ausprägungen: dem treuherzig-durchtriebenen, dem arglos-schuldbewussten und dem verzweifelt-theatralischen Dackelblick. Zugleich begründen sie (u. a. im Rückgriff auf Simmel und Schmitz), inwiefern sich durch den Blickkontakt Sozialität konstituiert. Die Analyse ergänzen die Autoren im Fazit auf dieser Basis um ein Plädoyer für eine transhumane Soziologie. An verschiedenen Stellen im Buch wird immer wieder einmal auf Wissenschaftler oder Literaten verwiesen, die über ihre eigenen Hunde schreiben (z. B. Karl Otto Hondrich über „Charly“, Alfred Schütz über „Rover“ oder Thomas Mann über „Bauschan“). Bei Ehrhard Cremers erhält die Literatur einen zentralen Stellenwert als soziales Medium der Selbst- und Fremdbeobachtung von Sozialität. Er zieht u. a. Texte von Homer, Marie von Ebner-Eschenbach und Thomas Mann heran, um zwei Zuschreibungen von Menschen an Hunde als kulturelle Ressource – Ur-Passibilität und Ur-Soziabilität – zu erläutern und in ihren jeweils zeitgebundenen Kontext zu stellen. Dieses Buch ist in Anknüpfung an die von Ronald Hitzler und mir veranstaltete Tagung mit dem Titel „Auf den Hund gekommen“ im April 2015 in Dortmund entstanden. Wir danken den Referentinnen und Referenten für ihre Beiträge, den anderen Teilnehmenden für Ihre Diskussionsbereitschaft, Sonja Rack (TU Dortmund) dafür, dass sie einmal mehr Sorge dafür getragen hat, die Texte in eine einheitliche, verlagskompatible Form zu bringen, Katrin Emmerich und Katharina Gonsior (Springer VS) für ihre freundliche Betreuung der verlagstechnischen Produktion sowie schließlich – in etwas anderer Weise – Eddy (eigentlich: Bero vom Robinienhof), dem Deutschen Pinscher, der unverhofft auch Ronald Hitzler in gewisser Weise auf den Hund gebracht hat. 

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